alles mögliche selbst gebastelt

noch ein Hochbett

Der Wunsch „Ich hätte gerne so ein Hochbett, wie die Kinder bei dir haben“ ging jetzt in Erfüllung. Mit freundlicher Unterstützung der Firma SPAX, die hierfür die Schrauben gesponsert hat – an dieser Stelle noch mal herzlichen Dank dafür.

Da ich ja schon so ein Hochbett gebaut und sehr gut dokumentiert hatte, war es recht einfach die richtige Menge an Holz zu bestellen. Und da beim ersten Bett der Rausfallschutz extrem Improvisiert war und auch nicht das gleiche Material zur Verfügung stand, habe ich dieses Mal etwas mehr Gedanken investiert und was neues Konstruiert. Auch bei der Treppe, die mir beim ersten auch nicht so recht gefällt, ist mir eine Bessere Lösung eingefallen.

Beim Bauen des Gerüstes konnte ich ja sehr gut beim alten Hochbett abkucken. Die Maße waren vorhanden und sollten auch genau so übernommen werden. Es ging im ersten Schritt also daran, die Balken auf die richtige Länge zu sägen. Da meine Kappsäge keine 10 cm Balken schafft, wird erst einmal eingesägt, dann wird der Balken gedreht und noch mal gesägt, bis man durch ist.

Da das Sägen die Kanten etwas ausfranst, muss dort natürlich geschliffen werden. Dafür habe ich mir professionelle Hilfe geholt.

Als nächstes habe ich die Auflage für das Lattenrost angefertigt. Hierfür wird aus dem 10 x 10 mm Balken eine Nut rausgesägt. Mit der Handkreissäge und einer Führung ist das leicht gemacht. Ich habe das Sägeblatt auf 4 cm Tiefe eingestellt.

Wie schon erwähnt, wollte ich die Treppe etwas durchdachter machen, als beim ersten Hochbett. Ich hatte die Idee die Balken einzufräsen und die Stufen dann in die Balken einzulassen. Das habe ich dann erst mal an einem Reststück getestet. Damit ich nicht so viel Fräsen muss, habe ich mit der Dremel Minihandkreissäge erst ein mal ganz viele Schlitze in den Balken gesägt. Der Rest wurde dann mit der Fräse ausgefräst.

Ich war total aus dem Häuschen wie gut das ging. Die Treppenstufen sind 54 cm breit. Sie gehen (auch aufgrund der Schnitttiefe der Dremel) auf beiden Seiten 2 cm in den Balken rein. Damit die Stufen auch dort bleiben, wo sie sind, sind sie mit ordentlich Holzleim eingeleimt. Um den nötigen Anpressdruck herzustellen, haben sich zwei Spanngurte angeboten. In die Mitte kam noch eine große Spannvorrichtung.

Weiter ging es mit dem Gestell. Hier werden die Balken mit dicken SPAX Schrauben befestigt. Das sind 8 x 160 mm Schrauben mit Tellerkopf. Um die durch den Balken zu bekommen, war vorbohren angesagt. Wieder mal improvisieren musste ich beim zusammenschrauben. In der Garage habe ich keinen ebenen Boden und die Balken sollten doch bündig abschließen. Geholfen habe ich mir, in dem ich die Balken auf Böcke gelegt und mit einer Schraubzwinge ein Auflagebrett angebracht habe. So ist es schön bündig geworden.

Das war die erste Seite des Gestells, welches zum Transport wieder auseinander genommen werden musste. Vorher gut anzeichnen was später wo hingehört, sonst passen die Schraubenlöcher nicht. Was noch fehlt, ist der Rausfallschutz. Wäre ja doof wenn man sich nachts dreht und kurz vom Fliegen träumt…

Für die schmale Seite habe ich überlegt, senkrechte Latten einzuschrauben. Das schien mit das einfachste zu sein. Wenn ich überlege wie lange ich an dem Lochgeflicke bei dem ersten Hochbett gehangen habe. Ok, dafür ist die Konstruktion auch einmalig…

Für die lange Seite musste etwas mehr Konstruktion her. Hier brauchte es noch zwei Latten, zwischen denen die Senkrechten Streben geschraubt werden. Dazu habe ich sogenannte Sacklöcher gebohrt, da die Schrauben sonst nicht lang genug gewesen wären. Zudem hat man später auch noch die Möglichkeit, in die Löcher ein 10 mm Rundstab zu stecken und Bündig abzuschneiden. so verschwinden die Löcher dann wieder.

TIPP: Da ich mir ausgerechnet hatte, wie viel Abstand zwischen den Streben sein muss, wollte ich nicht noch die Breite der Streben von dem errechneten abziehen. Daher habe ich die Striche alle 24 cm (dem Berechnungsergebnis entsprechend) angezeichnet. Zusätzlich sind auf den Streben noch Striche in der Mitte gemacht worden. Stimmen die Striche der Streben mit dem angezeichneten auf der Latte überein, ist alles perfekt ausgerichtet.

Jetzt kam der Moment, wo sich zeigte ob die Einzelteile überhaupt in das Auto passten. Samt Kinder und Werkzeug. Tja, was soll ich sagen, ich musste zwei mal fahren. Worauf ich noch gespannt war, ist ob alles auch zusammen passt. Viel von dem Bett konnte ich in der Garage nicht montieren. So blieb also nur Messen und Rechnen um die Teile anzufertigen. Ob sich da nicht irgendwo ein Fehler eingeschlichen hat?

Also vor Ort angekommen, ging das aufbauen dann recht schnell. Den Rausfallschutz an der Stirnseite habe ich erst vor Ort vorgebohrt und mit den großen SPAX Schrauben verschraubt. Hier ging es ja durch den 10 cm Balken, da hielt ich es für Besser. Da die Schrauben auch Bomben fest halten, ist auch mit nur einer Schraube pro Seite gearbeitet worden. Zwei von den dicken schrauben hätten auch die Dachlatte gesprengt.

Zu guter letzt kamen die Latten für das Lattenrost drauf. Diese hatte ich alle zuvor vorgebohrt. Die Latte in der Mitte ist übrigens das Stück, was ich aus den Haltern für das Lattenrost herausgesägt hatte.

An die Treppe kommen noch Griffe, so wie beim ersten ungefähr. Aber die sind noch nicht angeschafft. Dann gab es noch eine Kleinigkeit zu verbessern. Da die Halterung für das Lattenrost von Innen an die Balken geschraubt ist, gibt es eine 10 cm Lücke zwischen Wand und Matratze. Wenn die Wand auch noch schief ist, wie diese Lücke so groß, das ein Kind, oder teile davon dort durchpassen. Und auch doof wenn die Kuscheltiere in der Nacht immer verschwinden. Gelöst wurde es durch einen weiteren 10 x 10 cm Balken, der die Lücke schließt und einfach an den Halter für das Lattenrost angeschraubt wurde. (Die Bilder hab ich nachträglich mit dem Handy gemacht)

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