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Bosch PKS 16 Produkttest

Heute habe ich mal die PKS 16 von Bosch unter die Lupe genommen. Ich hatte ja bereits erste Erfahrung mit dem Gegenspieler von Dremel gemacht und war davon etwas enttäuscht. Bei der Bosch hat mich schon vor dem Test die zu geringe Schnitttiefe gestört. Und um es vorweg zu nehmen, die Maschine hat mich trotzdem überzeugt.

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Als Testobjekt habe ich heute mal eine Baustelle beseitigt, die mir schon länger ein Dorn im Auge war. Nach dem wir den Boden im Wohnzimmer aufbereitet hatten, fehlte noch eine Fußleiste die zudem ein Kabel verstecken sollte.

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Ich habe dafür ein Buchenbrett genommen, das ich, wie so vieles, noch rumliegen hatte. Damit das Kabel verschwindet, musste noch eine Nut in die neue Fußleiste gemacht werden.

Als erstes habe ich das Brett in der Breite auf das gewünschte Maß gebracht. Dazu habe ich bereits die PKS 16 benutzt. Man hat leider keine Möglichkeit einen Parrallelanschlag an die Maschine anzubringen. Entweder arbeitet man mit einer Führungsschiene, oder man schneidet Freihand. Ich habe mich für Freihand entschieden.

Das Material war so dick, das die PKS von der Schnitttiefe gerade so eben dort durch kam. Von der Kraft her (die Maschine hat wesentlich weniger Leistung als die von Dremel) war das für die PKS gar kein Problem. Sie geht da ganz easy durch. Mit dem CutControl lässt sich Freihand auch sehr präzise schneiden. Schön an dem CutControl ist, das man dort auch die Breite des Sägeblattes ablesen kann.

Um die Nut in die Fußleiste zu bekommen, habe ich den Tiefenanschlag der Maschine eingestellt. Dieser lässt sich sehr einfach vorne an der PKS einstellen. Die abgebildeten Zahlen entsprechen auch der Schnitttiefe. Wieder Freihand der Linie nach, auf der Unterseite kommt es nicht auf optik und 100% Genauigkeit an.

Ich habe bei der Gelegenheit auch gleich die Staubabsaugung ausprobiert. Die ist wirklich gelungen. Zum einen wir die eingerastet (per Drehverschluss), was ein Rausfallen verhindert, zum anderen Saugt man damit so gut wie alles an Staub weg. So eine optimal arbeitende Staubabsaugung habe ich bisher noch nicht erlebt.

Als nächste Schritt war dann ein weiterer Schnitt notwendig, um aus dein einem Tauchschnitt eine Nut zu machen. Dafür habe ich die Fußleiste hochkant gestellt. Die Auflagefläche für die Maschine war da sehr klein, trotzdem hatte man ein sehr gutes Gefühl beim führen der Maschine.

Ein Manko der Maschine, wenn man Kleinigkeiten nachbessern will, wie zum Beispiel eine Ecke ausklinken, hat man Probleme zu sehen wo man schneidet. Durch das Plastikfenster kann man zwar was erkennen, aber sicherer ist man da mit einer Stichsäge.

Nun sind die Kanten noch mit meiner Kantenfräse abgerundet worden. Zudem kamen 4 Löcher für die Schrauben hinein. Dann kann die Fußleiste auch schon an ihrem Platz befestigt werden.

Fazit:

Die Maschine hat mich überrascht. Nach der Enttäuschung der Dremel, hatte ich nicht so viel erwartet. Vor allem durch die geringe Schnitttiefe von 1,6 cm (ein Normales Regalbrett hat 1.8 cm) ist eigentlich schon ein No Go.  Aber die Maschine ist extrem handlich, das CutControll ist hervorragend, besonders weil man die Sägeblatt Dicke dabei ablesen kann. Der Tiefenanschlag ist brauchbar, wenn man mal weniger als 1,6 cm tief sägen will. Die Staubabsaugung ist perfekt. Mein Sauger passt ohne Adapter da rein, die Absaugung ist fest in die Maschine einsetzbar und die Staubentwicklung ist nahezu null (ganz im Gegensatz ohne Staubabsaugung).

Nachteile sind das man nicht ganz Randlos schneiden kann, man meine Möglichkeit hat einen Parralleanschlag anzubringen, Man schlecht auf das Sägeblatt blicken kann, und als größtes Manko, die viel zu kleine Schnittiefe.

 

7 Antworten auf Bosch PKS 16 Produkttest

  • Wolfram sagt:

    Also ich finde den Dremel ein wenig besser als die Bosch, weil die Schnitttiefe mit 16mm IMHO definitiv zu gering ist. Im Grund sind aber beide Geräte für den Holzwerker UNBRAUCHBAR!
    Ich empfehle aber jedem, lieber in eine Tauchsäge – z.B. die von Scheppach – zu investieren. Die kostet nur wenig mehr, ist aber deutlich universeller zu benutzen, es gibt eine Führungsschiene etc. Mehr dazu in Kürze auf meinem Blog.

    • admin sagt:

      Mit der Schnitttiefe muss ich dir recht geben. Da ist die Dremel vorne. Auch die Bosch hätte ich aufgrund der zu geringen tiefe nicht gekauft, vor allem weil ich andere Maschinen habe die dafür besser geeignet sind. Die Maschinen werden deswegen wohl nur bei speziellen Fällen zum Einsatz kommen. Sachen wie Laminat verlegen zum Beispiel.

    • Ricc sagt:

      Ich denke „unbrauchbar“ stimmt absolut nicht. Eine große Tauchsäge z.B. Scheppach ist eine ganz andere Werkzeugkategorie und ist mit diesen Sägen nicht zu vergleichen. Mit der kleinen DSM20 kann ich z.B. Fliesen und Metall schneiden. Geht das mit der Scheppach?
      Oder ist ein PKW unbrauchbar, weil ich ihn nicht mit einem Schrottcontainer beladen kann?

      • admin sagt:

        Als unbrauchbar würde ich sie auch nicht bezeichnen. Gibt ja auch viele die sie gut bewertet haben, da hat jeder andere Ansprüche. Und beim Vergleich mit anderen Maschinen macht es schon Sinn in der selben Liga zu bleiben. Macht ja auch kein Sinn einen Smart mit einem 5er BMW zu vergleichen uns sich über das Platzangebot im Smart zu beschweren….

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